Kurzfassung eines Impulsreferates

   von Hildegard Luttenberger

Was, oder auch wohin,
wenn ich nicht mehr alleine zu Hause zu Recht komme?

Eine Art zu fragen.

 

Wir von der AG Gemeinschaftlich Wohnen Neuwied 2008
fragen uns: Wie kann ich wohnen wie ich leben will?

 

Eine grundsätzlichere Fragestellung dieses „Wie will ich leben?" und klar, wir haben dabei das Wissen von evt. notwendig werdender Hilfe im Bewusstsein! Aber, wir stellen die Frage zunächst aus einem Bedürfnis nach Gemeinschaft und nicht

aus einer Notwendigkeit heraus.

 

Mit der Beschäftigung um diese Frage entstand

unser NEIN zu dem was zuerst hier steht:

 

Betreutes Wohnen zu Hause - das notwendige Netzwerk ist individuell zu organisieren und das Wohnumfeld muss stimmen. Aber, das Netzwerk kann auch von der Gemeinschaft vor Ort angeboten werden – es gibt gelungene Beispiele!

 

Betreutes Wohnen – ein Angebot ohne Din Norm. Oft Mogelpackung baulich und vertraglich und: die Integration in die Hausgemeinschaft ist meist eine individuell zu leistende Aufgabe. 

In Neuwied gibt es auch ein Angebot mit technischer Unterstützung: Seniorenresidenz Rheinstraße - ein GSG Projekt. Viele Infos im Seniorenwegweiser vom Landkreis Neuwied - kostenlos bei der Kreisverwaltung. Eine Besonderheit die Senioren-WG Haus Apfelbaum, Eduard-Verhülsdonk-Str. 11

 

Seniorenresidenzen – meist hohe Kosten aber auch zahlreiche Angebote im Haus. Auch dort kann noch ein Umzug nötig werden (mit Glück in die Pflegeabteilung der Einrichtung).

 

Alten-WG wie bei Henning Scherf z.B.: Eigene Wohnungen und gemeinschaftliche Regeln wie das wöchentliche Hausfrühstück oder das Versprechen sich im Pflegefall gegenseitig zu unterstützen – eine Form von gemeinschaftlich Wohnen.

  

Senioren-WG: Unterstützung bei der Suche von Gleichgesinnten auch über die DRK-Landesberatungsstelle LebensWohnraum. Meist privat gegründet. Auch angeboten von Pflegediensten wie im Haus Emma in Pottum am Wiesensee. 

 

PflegeWohnen (bei Demenz oder Pflegebedarf) – Aufbau wird in RLP seit 2010 gefördert. Eigenständige Mieter - in privatem Wohnraum, ohne staatliche Aufsicht! Wohngemeinschaft von meist bis zu 8 Bewohnern. Gemeinschaftlich wird entschieden wer betreut, pflegt und wie der Tag gestaltet wird. Angehörige sollen eingebunden sein.

 

Pflegeheim – eine Wohnform mit meist extremer Nicht-Selbstbestimmtheit. 

Anders wohl in der Vorzeigeeinrichtung Pflegestift/Altenstift Medina Fulda, dort: (hoffentlich) „weg von der Reduzierung auf die Pflegebedürftigkeit hin zur Alltagsbewältigung."

 

Grundsätzlich informieren kann man sich bei:

Kompetenznetzwerk Wohnen, RLP Nord,  Uschi Rustler Tel. 02603 972-336,

Beratungsstelle LebensWohnraum für RLP, Berit Herger Tel. 06131 269-33,

Landesberatungsstelle Barrierefreies Bauen und Wohnen,
Heide-Marie Galle Tel. 06131 22307.

 

Und zuletzt die Antwort auf „unsere Art zu fragen": Gemeinschaftlich Wohnen!

 

„Initiativen dazu - oder auch für andere Wohnprojekte - entstehen meist in einem selbst organisierten Prozess.

Dabei entwickeln sich die Regeln fürs individuelle Zusammenleben." (LAG Gemeinschaftliches Wohnen RLP)

„Die Kommunen sollten dafür, durch die Bereitstellung von Infrastruktur, Kommunikation und Dialogplattform, die Basis und die Freiräume schaffen, damit die zivilgesellschaftlichen Akteure bedarfsgerechte Lösungen umsetzen können (Zukunft Quartier - Positionspapier von SONG)".

 

Die GSG Veranstaltung, am 8.9.2010, könnte für Neuwied ein Anfang sein!

Mehr zur AG Gemeinschaftlich Wohnen Neuwied 2008:
1) Bei www.agenda-ring.de

2) Bei unserem Runden Tisch z.Z. Restaurant Vering, Engerser Landstr. 39, jeden 3. Mittwoch im Monat ab 19 Uhr.

3) Vorabinfos auch telefonisch: 02622 81371 Hildegard Luttenberger, 02631 26257 Gisela Reimann, 02631 352596 Dagmar Barua, 02631 345317 Ilse Wichmann Stand 9/2010

 

„Die Zukunft die wir wollen muss erfunden werden,
sonst bekommen wir eine die wir nicht wollen"

Joseph Beuys



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